Besuch beim DRK

Besuch der Fraktionen im DR. Gabriele-Akkermann-Haus des DRK Schleswig-Holstein

Schon länger wollten die Fraktionen die Mutter-Kind-Kur-Einrichtung besuchen. Dirk Peterssen hatte dies wiederholt angesprochen, und Astrid Korth brachte es im Gespräch mit der Leitung, Frau Elke Kuckoreit-Plamper, erneut vor. Am 19.08. erhielt die Politik schließlich eine offizielle Einladung von der Leitung. Die Fraktionen SPD, WGP und CDU waren mit insgesamt 15 Personen vor Ort.

Nach einer Begrüßung wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt: eine Gruppe bestand aus dem Kinderarzt Dr. Löhns und der Psychologin Simone Timmerrich, die andere Gruppe aus der Leitung, Frau Elke Kuckoreit-Plamper. Die hellen, freundlichen Räume wurden uns gezeigt. Auf dem Gelände gibt es auch einen eigenen Saunabereich.

Der Grundgedanke der Mutter-Kind-Kur-Einrichtung stammt vom Müttergenesungswerk (offiziell Elly-Heuss-Knapp-Stiftung). Hier sollen Mütter die Möglichkeit bekommen, sich zu erholen. Prävention ist hier die Devise, bevor größere gesundheitliche Probleme auftreten. Leider wird dies bei den Krankenkassen als Vorsorgeprogramm immer schwieriger durchzusetzen.

Die Mütter in der Einrichtung, die 1996 erbaut wurde, finden hier zahlreiche Angebote zur Erholung: Ernährung, Anwendungen in der Kurmittelabteilung des Schwimmbades, sportliche Betätigung und verschiedene Bewegungsangebote. Vor rund 30 Jahren holte der damalige Bürgermeister Jürgen Feddersen die Einrichtung auf die Insel. Benannt wurde sie nach der verstorbenen Inselärztin Dr. Gabriele Akkermann. Heute ist die Anlage mit rund 40 Vollzeit- und Teilzeitkräften der größte Arbeitgeber der Insel. Ein wahrer Schatz für die arbeitende Bevölkerung und auch für die Politik. Das Arbeitsklima scheint sehr gut zu sein: Eine Mitarbeiterin, die von Anfang an mit dabei ist, ist nun in den Herbstmonaten der 30. Beschäftigungsjahr, ebenfalls 20 Jahre Zugehörigkeit sind keine Seltenheit. Auch die Kinder der Mütter erhalten eine bestmögliche Betreuung: Spielangebote, Bastelmöglichkeiten und verstärkte Besuche in der Schutzstation Wattenmeer sowie Wattwanderungen. Die Kinder erlangen während des dreiwöchigen Aufenthalts viel Wissenswertes über den Nationalpark und das Leben im Wattenmeer.

Grundsätzlich haben Mütter mit Kindern bis zum 12. Lebensjahr alle vier Jahre Anspruch auf eine Mutter-Kind-Kur. Für uns Besucher war neu, dass auch zwei bis drei autistische Kinder in dreiwöchigen Kuren aufgenommen und fachlich betreut werden können. In der DRK-Kurklinik gibt es 36 Zimmer, im Sommer werden zusätzlich 6 Apartments gegenüber gemietet, um der Nachfrage gerecht zu werden. Das Motto der Anlage lautet Ruhe und Entspannung, daher wird auch eine verbesserte Internetverbindung nicht angestrebt. Die Pellwormer Anlage gilt dank des sehr guten Stammpersonals als eine der bestlaufenden Kliniken Schleswig-Holsteins. Es wird bereits über eine Erweiterung nachgedacht, erste Planungen laufen.

Nach der ausführlichen Besichtigung wurden wir zum Kaffeetrinken eingeladen. Die Küche, insbesondere Marina Gerlach, hatte ein großes Torten- und Kuchenbuffet aufgebaut – alles sehr lecker und umfangreich. Vielen Dank dafür.

Ein sehr gelungener Nachmittag. Von vielen Müttern, die zu Besuch auf unseren Hof waren, konnten wir berichten, dass sie mit dem Aufenthalt hier auf unserer schönen Insel sehr zufrieden sind. Dieser Multiplikator für den Tourismus darf nicht unterschätzt werden. Viele Mütter wurden später auch wieder gesehen und haben dann mit ihren Familien Urlaub gemacht.

Nico Nommsen, CDU-Fraktion

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